
Maksymilian Gierymski · PD
Ein Apfelbaum am Bach
Details
Die Geschichte
1867 bekam der 21-jährige Maksymilian Gierymski aus Warschau ein staatliches Stipendium für zwei Jahre Ausland und ging damit nach München, an die Akademie und in die private Werkstatt des Schlachtenmalers Franz Adam. Die Stadt erwartete von einem polnischen Stipendiaten Reiterszenen und Historie. Was ihn stattdessen umwarf, waren die Fahrten über Land, in die bayerischen Voralpen und an den Kochelsee, und die Barbizon-Bilder, die er in München zu sehen bekam. In diese Zeit um 1868 gehört diese kleine Leinwand, 35 mal 45 Zentimeter. Ein wilder Apfelbaum mit knorrigen, kaum belaubten Ästen neigt sich über einen Bach, ringsum Waldinneres in Braun-, Beige- und Olivtönen. Das Licht kommt aus keiner erkennbaren Richtung und legt sich nur stellenweise auf die Formen. Gierymski hat solche Stücke dünn in Schichten gemalt und einzelne Stellen nachträglich pastos aufgesetzt.