Andromeda

Andromeda


Details

Jahr
1641
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
118 × 100 cm

Die Geschichte

Mehrmals hat Francesco Furini die Andromeda gemalt. Als ganz eigenhändig gilt die Fassung in der Eremitage in Sankt Petersburg, wohl dieselbe, die Filippo Baldinucci beschreibt, der im späteren 17. Jahrhundert die Lebensbeschreibungen der Florentiner Künstler verfasste. Bei diesem Bild, das zwischen etwa 1637 und 1645 entstand, rechnet die Forschung mit der Mitarbeit der Werkstatt. Ein Detail unterscheidet die beiden Fassungen. In Sankt Petersburg wurde das ockerfarbene Tuch um die Hüften zugleich mit allem anderen gemalt, hier scheint es erst nachträglich hinzugefügt worden zu sein.

Nach dem Mythos war Andromeda eine äthiopische Königstochter. Weil ihre Mutter Kassiopeia mit einer Prahlerei die Meeresgötter gekränkt hatte, wurde sie an einen Felsen am Meer gekettet, als Opfer für ein Seeungeheuer, bis Perseus herbeiflog und sie befreite. Die Maler zeigten meist die Rettung. Furini lässt Held und Ungeheuer weg. Es bleibt nur die junge Frau, ihr heller Körper vor dunklen Felsen, umweht von blauen Tüchern, das traurige Gesicht von dichtem Haar mit einem feinen Perlenreif gerahmt. Die ungewöhnliche Haltung könnte, so eine Vermutung, auf die Eva eines Kupferstichs von Marcantonio Raimondi nach einem Entwurf Raffaels zurückgehen.

Im Corsini-Inventar von 1750 heißt das Bild schlicht eine nackte Halbfigur von Furini, als Geschenk ins Haus gekommen.

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