
Aphrodite von Knidos
Details
Die Geschichte
1811 gehörte Rom zum Kaiserreich Napoleons, und in diesem Jahr verkaufte die Familie Braschi, die Verwandtschaft des verstorbenen Papstes Pius VI., diesen Marmor an den jungen Kronprinzen Ludwig von Bayern. Gefunden worden sein soll er beim antiken Hafen von Fiumicino an der Tibermündung.
Die Statue folgt jenem Werk, das der römische Autor Plinius die berühmteste Statue der Welt nannte, der Aphrodite, die Praxiteles um 330 v. Chr. für die Stadt Knidos schuf. Eine große nackte Frauenfigur war damals neu, und sie erregte zunächst Anstoß. Praxiteles gab der Nacktheit einen Anlass. Die Göttin will baden, neben ihr steht ein hohes Wassergefäß, eine Hydria. In dieser römischen Fassung aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. fällt der Mantel über den linken Arm auf das Gefäß, und das Museum spricht von einer Variante des Typus.
Das Original ist verloren. Seine Haltung überliefern Münzen aus Knidos, und eine davon, unter Kaiser Caracalla um 202 bis 205 n. Chr. geprägt, besitzt dasselbe Münchner Museum.




