Asmodea

Francisco Goya, Asmodea, 1819. Wikimedia Commons. · PD

Asmodea


Details

Jahr
1819
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
127 × 263 cm

Die Geschichte

1819 kaufte Goya, schon über 70 und längst taub, ein Landhaus vor den Toren Madrids, die sogenannte Quinta del Sordo. Auf den Putz seiner Wohnräume malte er dort für niemanden 14 düstere Bilder, ohne Auftrag, ohne Käufer. Dieses gehört dazu. Über einer weiten Landschaft schweben zwei Gestalten in der Luft, eine Frau im rosafarbenen Gewand und ein Mann neben ihr, beide voller Schrecken. Er deutet auf eine Stadt auf einem fernen Berg. Unten in der Ecke legt eine Reihe Soldaten an, dieselben französischen Musketen, die Goya schon in der Erschießung vom 3. Mai gemalt hatte. Einen Titel gab er dem Bild nie. Der Name Asmodea, nach einem Dämon aus dem Buch Tobit, stammt von einem Freund. Erst Jahrzehnte nach seinem Tod löste man die Malereien von den Wänden und übertrug sie auf Leinwand, so hängen sie heute im Prado.

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