
Im Zirkus
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Die Geschichte
Bühne, Theater und Zirkus haben die Modernen immer wieder angezogen, von Degas und Toulouse-Lautrec bis zu den deutschen Expressionisten. Macke holte den Zirkus 1911 auf eine Glasscheibe, die kleiner ist als eine Postkarte, keine 12 Zentimeter hoch. Im mattweißen Rund einer korallenrot umschlossenen Manege steht eine schmale Akrobatin im goldenen Trikot auf einem schwarz-goldenen Pferd. Vorn hält ihr ein Mann im grünen Frack den Reifen entgegen, und weit hinten, stark verkleinert und mit feinem Pinsel gezeichnet, steht ein weißer Clown mit Peitsche. Dazu gehört der dunkel leuchtende Rahmen, violett und moosgrün betupft. Auf den Deckkarton schrieb Gabriele Münter August Macke Bonn, 1911. Das Museum vermutet dagegen, dass es in Sindelsdorf gemalt wurde, dem oberbayerischen Dorf, in dem Franz Marc lebte. Im selben Jahr entstand Mackes größeres Zirkusbild mit Kunstreiterin und Clowns, das heute in Münster hängt.




