
Autodafé unter dem Vorsitz des heiligen Dominikus von Guzmán
Details
Die Geschichte
Am rechten Rand steht das, was die Zeremonie am Ende bedeutete. Zwei Verurteilte sind nackt an Pfähle gebunden, darunter wird Feuer gelegt, und weiter unten sitzt ein dritter mit der spitzen Papiermütze und dem Bußgewand, an denen man in Kastilien einen Verurteilten sofort erkannte. Die Szene selbst gehört ins frühe 13. Jahrhundert, zu Dominikus und den Albigensern in Südfrankreich. Berruguete malte sie zwischen 1491 und 1499 und richtete sie mit dem Apparat seiner eigenen Zeit ein, mit gestuftem Holzgerüst, Baldachin und einer nach Rang geordneten Richterbank. Die Tafel gehörte zu einem Retabel im Kloster Santo Tomas in Avila. Unten rechts steht ein gemaltes T mit einer Nummer, die alte Inventarmarke des Museo de la Trinidad, durch das die Tafel im 19. Jahrhundert lief.

