
Chaïm Soutine · PD
Rindfleisch und Kalbskopf
Details
Die Geschichte
1923 kaufte der amerikanische Sammler Albert Barnes bei dem Pariser Händler Paul Guillaume auf einen Schlag rund 60 Bilder von Soutine. Der Maler, der jahrelang am Rand des Hungers gelebt hatte, war damit über Nacht verkäuflich. In den Jahren danach nahm er ein großes Atelier nahe Montparnasse und ließ sich Schlachtabfälle liefern, ganze Rinderhälften und Kalbsköpfe, die er sofort zu malen begann. Etwa zehn solcher Rinderbilder entstanden. Vorbild war Rembrandts geschlachteter Ochse im Louvre. Dem Journalisten Émile Szittya erklärte Soutine, es sei immer noch ein Schrei aus seiner Kindheit im heutigen Belarus, den er habe befreien wollen, und es sei ihm nicht gelungen. Das Bild gehört heute zur Sammlung Walter-Guillaume, also zum Bestand ebenjenes Händlers, der ihn durchgesetzt hatte.




