
Chaïm Soutine · PD
Landschaft mit dem roten Esel
Details
Die Geschichte
Unten links, fast am Rand, geht ein kleiner Mann im weißen Hemd einen Weg entlang, und neben ihm leuchtet ein Fleck Rot. Das ist der Esel, der dem Bild den Namen gibt. Alles andere gehört den Bäumen. Sie drängen sich in dicken, gedrehten Pinselzügen um ein weißes Haus mit rotem Dach, das hoch in der Bildmitte sitzt und schief steht, und neigen sich alle in dieselbe Richtung, als fege ein Sturm hindurch. Vom Himmel bleibt nur ein violettes Stück mit einer Wolke zwischen den Wipfeln. Soutine malte die Landschaft um 1922. In jenen Jahren arbeitete er lange abseits von Paris, im Süden Frankreichs, wo ihm sein Kunsthändler Léopold Zborowski ein bescheidenes Unterhaltsgeld zahlte, damit er dort Landschaften schuf. Die Leinwand misst etwa 81 mal 62 Zentimeter und gehört einer Privatsammlung in Spanien.




