
Bronzener Knabenkopf mit Siegerbinde
Details
Die Geschichte
1798, nach dem Einmarsch französischer Truppen in Rom, wurden die Antiken der Villa Albani beschlagnahmt und nach Paris gebracht, jene Sammlung, die Kardinal Alessandro Albani im 18. Jahrhundert zusammengetragen hatte. Auch dieser Bronzekopf war darunter. Nach Napoleons Sturz 1815 konnten die Werke an ihre Besitzer zurückgehen. Vieles aus der Sammlung Albani wurde jedoch in Paris verkauft, statt den Weg nach Rom anzutreten, und dort erwarb Kronprinz Ludwig von Bayern diesen Kopf für das Skulpturenmuseum, das er in München plante.
Der Knabe ist ein Sieger. Die Binde im Haar erhielten Gewinner sportlicher Wettkämpfe. Der Kopf ist leicht nach rechts gewendet, der Blick gesenkt. Die Augenhöhlen sind heute leer. Nach Angabe des Museums saßen darin einst Augäpfel aus Silber mit Pupillen aus rotem Granat.
Das Museum datiert die Bronze ins 1. Jahrhundert n. Chr., als römischen Nachguss oder als Umbildung eines griechischen Vorbilds aus der Zeit um 450 v. Chr.




