
Piet Mondrian · PD
Braun-weiße Färse
Details
Die Geschichte
Der Mann, der dies malte, sollte rund 15 Jahre später ein Bild auf schwarze Linien und einige Rechtecke in Rot, Gelb und Blau reduzieren. Nichts hier deutet noch darauf hin. 1904 hatte Piet Mondrian, damals Anfang dreißig, Amsterdam verlassen und war aufs Land nach Brabant im Süden der Niederlande gegangen, wo er ungefähr das malte, was jeder niederländische Landschaftsmaler seiner Generation malte: eine braun-weiße Färse, die auf einer niedrigen, feuchten Wiese steht. Das Kunstmuseum Den Haag, dem das Bild gehört, besitzt die weltweit größte Mondrian-Sammlung, fast durchweg jene spätere Abstraktion. Diese Leinwand stammt aus der Zeit davor. Die gedämpften Grün- und Brauntöne und der schlichte, direkte Pinselstrich gehören zur Haager Schule, der naturalistischen Tradition, in der er aufgewachsen war.




