
Büste des Antinoos
Details
Die Geschichte
Im Herbst 130 n. Chr. reiste Kaiser Hadrian den Nil hinauf, als sein junger Begleiter Antinoos, ein Jüngling aus Bithynien in Kleinasien, im Fluss ertrank. Wie es dazu kam, war schon damals umstritten. Hadrian schrieb, Antinoos sei hineingefallen. Der Historiker Cassius Dio, rund ein Jahrhundert später, glaubte das nicht und behauptete, der junge Mann sei geopfert worden.
Hadrians Trauer wurde öffentlich. Nahe der Stelle gründete er eine Stadt mit dem Namen Antinoupolis, ließ Antinoos als Gott verehren und stellte, wie Dio schreibt, Statuen oder vielmehr Kultbilder von ihm fast in der ganzen Welt auf. Antinoos wurde einer der am häufigsten dargestellten Menschen der Antike.
Das Museum datiert diese Büste um 130, etwa in die Zeit seines Todes, und ordnet sie dem sogenannten Haupttypus seiner Bildnisse zu, der in den meisten Wiederholungen überliefert ist.




