
Büste der Athena Velletri
Details
Die Geschichte
431 v. Chr. zog Athen gegen Sparta in den Krieg. Der Peloponnesische Krieg dauerte 27 Jahre und endete mit der Niederlage Athens. Das Museum datiert die Bronzestatue, auf die diese Büste zurückgeht, in eben diese Kriegszeit. Die Bronze ist verloren. Erhalten ist diese Teilkopie in Marmor aus der Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr.
Athena, die Schutzgöttin Athens, trägt den Helm und über den Schultern die Ägis, ihren Ziegenfellumhang mit dem Gorgonenhaupt in der Mitte. Kopf und Blick sind gesenkt. Die Augen bestanden einst aus farbigen Steinen, die in den Marmor eingesetzt waren.
Benannt ist der Typus nach einer ganzfigurigen Statue, die 1797 in Velletri südlich von Rom gefunden wurde und heute im Louvre steht. Die Münchner Büste kam schon rund 25 Jahre früher ans Licht, um 1770, auf dem Gebiet der antiken Stadt Tusculum etwa 20 Kilometer von Rom, wo sie wohl eine römische Villa schmückte. Nach Ansicht des Museums ist sie der Rest einer vollständigen Statue. Viele Forscher verbinden das verlorene Original mit Kresilas, dem Bildhauer des Diomedes in diesem Saal. Das Museum lässt diese Zuschreibung offen.




