
Büste des Marc Aurel
Details
Die Geschichte
Um 170 n. Chr. zog Mark Aurel an die Donau, und die meisten seiner letzten Lebensjahre verbrachte er dort, im Krieg gegen Markomannen, Quaden und ihre Nachbarn. Im Feldlager schrieb er auf Griechisch Notizen nur für sich selbst, die wir heute als Selbstbetrachtungen lesen. Ein Abschnitt schließt mit dem Vermerk, er sei bei den Quaden am Granua entstanden, dem heutigen Hron in der Slowakei. Ein anderer beginnt mit den Worten in Carnuntum, so hieß das römische Legionslager an der Donau östlich des heutigen Wien.
In genau diese Jahre, um 170, datiert das Museum die Büste. Sie zeigt den Kaiser als Feldherrn, im Panzer mit darübergelegtem Mantel. Das Gesicht folgt seinem dritten Porträttypus, einem der offiziellen Vorbilder, nach denen Bildhauer im ganzen Reich arbeiteten.
Die Büste ist 91 Zentimeter hoch und gehört zu den jüngsten Erwerbungen in diesem Saal. Die Glyptothek kaufte sie 2002, fast zwei Jahrhunderte nachdem Kronprinz Ludwig von Bayern den Grundstock der Sammlung gelegt hatte.




