Launische Formen

Wassily Kandinsky · PD

Launische Formen


Details

Jahr
1937
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
88,9 × 114,8 cm

Die Geschichte

Unter den Abbildungen in Kandinskys Bauhausbuch „Punkt und Linie zu Fläche“ von 1926 findet sich ein Mikroskopbild vom lockeren Bindegewebe einer Ratte. Kandinsky schreibt dazu, die Natur baue teils streng geometrisch, wie beim Spinnennetz, teils mit freien, lockeren Linien, und beide Arten fänden sich in der abstrakten Malerei wieder. Im Juli 1937, 11 Jahre später, datierte er dieses Bild, gemalt in seiner Wohnung in Neuilly-sur-Seine bei Paris. Zwei hohe Streifen aus feinem, mit dem Lineal gezogenem Raster stehen hinter allem, grün links, violett rechts. Darüber schweben weiche Gebilde mit auslaufenden Lappen, gefüllt mit winzigen Zellen und Punkten, dazwischen verstreute farbige Kreise. Das Guggenheim Museum deutet einige davon als Embryonen und andere als verwandt mit Lehrbuchtafeln von Plazentagewebe. Solche Abbildungen sammelte Kandinsky aus Büchern zur Embryologie und Zoologie. Die Farbe ist dünn aufgetragen, in Rosa, Lavendel und Meergrün auf hellem Cremegrund.

Hör dir diese Geschichte vorlesen. Hol dir die App.