
Francisco Goya · PD
Karl IV. zu Pferde
Details
Die Geschichte
1800 versammelte Goya, erster Maler des spanischen Hofes, die königliche Familie für sein großes Gruppenbildnis. Im selben Jahr malte er den König allein, zu Pferd, in der blauen Obristenuniform der Königlichen Garde, die Ordensbänder über der Brust gekreuzt. Sein Vorbild war Velázquez, Hofmaler anderthalb Jahrhunderte zuvor. Dessen Reiterbildnisse von Königen aus dem Palast Buen Retiro hatte Goya studiert und 1778 eines als Radierung gestochen. Das Bild war als Gegenstück zum Bildnis der Königin María Luisa gedacht, ebenfalls hoch zu Ross. Goya selbst nannte das Reiterbildnis eine der schwersten Aufgaben, die man einem Maler stellen könne, und die Mühe ist noch zu sehen: Die Proportionen des Pferdes stimmen nicht ganz. Ins Prado kam das Werk 1819, im Todesjahr Karls IV.




