
Badende Kinder
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Die Geschichte
Wer im Holland der 1650er Jahre ein Bild betrachtete, kannte Emblembücher, kleine Bände, die jedes Bild mit einem moralischen Vers verbinden. Der Louvre liest diese Badeszene mit solchen Augen. Jungen klettern in ein kleines Boot und wieder hinaus, ein Hund ist mit an Bord, am anderen Ufer steht eine Windmühle. Wichtig sind die Ränder. Ein Junge lehnt sich auf einen treibenden Baumstamm, der jeden Moment wegrollen kann, ein Bild für ein Leben auf unsicherem Grund. Ein anderer kippt rücklings ins Wasser, der Schwimmer, der sich zu sehr auf sein Können verlässt. Der Louvre führt das Gemälde unter dem Namen Nicolaes Maes und datiert es um 1655 bis 1660. Die Zuschreibung ist allerdings oft angezweifelt worden. Überzeugender findet das Museum inzwischen einen neueren Vorschlag, Justus de Gelder, einen nahen Verwandten von Maes.



