
Helena van Heuvel
Details
Die Geschichte
42.000 Gulden zahlten Helena van Heuvel und ihr Mann Leonard Winninx 1664 für ein stattliches Haus an der Singel, einer der vornehmen Amsterdamer Grachten. Das Museum of Fine Arts rechnet vor, was das bedeutete, das 140-Fache des Jahreslohns eines gelernten Handwerkers. Im selben Jahr hatten die beiden geheiratet. Sie stammte aus einer Amsterdamer Kaufmannsfamilie, er war als Beamter der Niederländischen Ostindien-Kompanie reich geworden. Ihr Nachlassinventar verzeichnet 60 Gemälde und dazu indische Diamanten, Perlen, Edelsteine und Stoffe im Wert von rund 34.000 Gulden.
Maes malte sie um 1680 bis 1683, da war sie in ihren Vierzigern. Seide, Perlen und Schmuck verstehe man, so das Museum, als Ausweis des Familienreichtums und der Verbindungen zum Asienhandel. Außerhalb des Rahmens bleibe die Zwangsarbeit in Minen und auf Plantagen, die solche Waren hervorbrachte. Ihren Namen kennt man aus einer alten Aufschrift auf der Rückseite, und im Nachlassinventar ihres Mannes von 1693 erscheint ein Bildnis von ihr ohne Künstlernamen.
Rund zwei Jahrhunderte später besaß das Bild Jules Porgès, ein Pariser Finanzier, der sein Vermögen mit südafrikanischen Diamantminen gemacht hatte.



