Christus und die Ehebrecherin

Christus und die Ehebrecherin


Details

Museum
Louvre
Jahr
1762
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
112 × 179 cm

Die Geschichte

Im Johannesevangelium führen die Schriftgelehrten und Pharisäer eine Frau vor Jesus, die beim Ehebruch ertappt worden ist, und erinnern ihn daran, dass sie nach dem Gesetz des Mose gesteinigt werden müsste. Er bückt sich und schreibt mit dem Finger auf die Erde. Dann sagt er, wer ohne Sünde sei, solle den ersten Stein werfen, und einer nach dem anderen geht, die Ältesten zuerst.

Bei Giandomenico Tiepolo sitzt Christus tief unten links, über den Boden gebeugt. Bewaffnete mit Spießen und Hellebarden schieben die weiß gekleidete Frau nach vorn, und unter den bärtigen Alten gegenüber hebt einer schon die Hand vors Gesicht.

Das Bild und sein Gegenstück, die Heilung am Teich Betesda, sind seit mindestens 170 Jahren zusammen unterwegs. 1856 befanden sich beide im Palazzo Valier in Venedig, in der Sammlung von Valentino Benfatto, damals unter dem Namen des berühmteren Vaters Giambattista. Vermutlich gingen sie 1865 an den Grafen von Chambord, den im Exil lebenden bourbonischen Thronanwärter Frankreichs, und 1937 wurden sie in Paris als Paar versteigert. Vor 1940 gehörten sie Hélène und Victor Lyon, und 1961 schenkte Victor sie dem Louvre unter Vorbehalt des lebenslangen Nießbrauchs. Erst 1977 kamen sie ins Museum, wo sie in dem nach der Schenkung des Paares benannten Saal hängen.

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