
Christus als Schmerzensmann
Details
Die Geschichte
Vasari sah dieses Fresko in einer Nische oben an einer Treppe, im Noviziat des Servitenklosters Santissima Annunziata in Florenz, wo die jungen Ordensanwärter lebten. Wer die Stufen hinaufstieg, blickte von unten zu Christus auf, und darum hat Andrea del Sarto den Körper so stark verkürzt. Für die Serviten arbeitete er seit 1509 immer wieder, 1525 malte er dort die „Madonna del Sacco“ über einer Tür im großen Kreuzgang, und um dieselbe Zeit entstand auch dieses Bild. Christus sitzt auf dem Rand seines Grabes und zeigt die Wunden, ein Bildtyp, den man Schmerzensmann nennt. Die Farben bleiben fast ganz bei Grau und Hautton. Nur das rote Lendentuch leuchtet, daneben ein gelbes Tuch mit der Lanzenspitze und dem Essigschwamm. Dornenkrone und Heiligenschein waren auf den trockenen Putz gemalt und sind fast verschwunden. Die Blutstropfen auf der Stirn sind geblieben.




