
Andrea Mantegna · PD
Christus als leidender Erlöser
Details
Die Geschichte
Kein Maler der Renaissance war so besessen von der römischen Antike wie Andrea Mantegna. In diesem Andachtsbild aus den 1490er Jahren sitzt der auferstandene Christus nicht auf einem gewöhnlichen Grab, sondern auf einem Sarkophag aus Porphyr, jenem purpurnen Stein, den einst die römischen Kaiser für sich beanspruchten. Zwei kniende Engel stützen ihn. Der eine hält das Leichentuch, der andere die Dornenkrone. Christus zeigt die Wunden an seinen Händen. Hinter dieser stillen Gruppe öffnet sich eine weite Landschaft im Abendlicht, mit den drei Kreuzen von Golgatha auf der einen und dem ummauerten Jerusalem auf der anderen Seite. Am Grab eilen kleine Figuren den Pfad hinauf.




