
Kreuztragung Christi
Details
Die Geschichte
Die Soldaten tragen Plattenharnische, Spieße und Hellebarden, über ihnen flattert ein roter Wimpel. Die beiden Schächer werden mit verbundenen Augen an Stricken mitgeführt. So stellte sich ein Maler im Salzburger Raum um 1445 bis 1450 den Weg nach Golgota vor, in Kleidung und Bewaffnung seiner eigenen Zeit. Das Belvedere schreibt die Tafel dem Meister von Laufen zu, und 1969 war sie in der Ausstellung „Alltag und Fest im Mittelalter“ zu sehen.
Christus stolpert unter dem Kreuz. Um seine Hüften ist ein Strick geschlungen, und daran hängt neben seinen Füßen ein mit Nägeln gespickter Holzklotz. Ein Mann mit Kapuze fasst das Ende des Balkens, Simon von Cyrene. Am Stadttor drückt Maria ein Tuch vors Gesicht, umgeben von den heiligen Frauen und dem jungen Johannes. Hoch oben am Hang unter einer Burg hat sich schon eine kleine Menge versammelt.

