
Gerard van Honthorst · PD
Christus vor dem Hohepriester
Details
Die Geschichte
Eine einzige Kerze auf dem Tisch beleuchtet die ganze Szene. Rechts sitzt der Hohepriester Kaiphas und deutet mit ausgestrecktem Finger auf den gefesselten Christus, der ihm schweigend gegenübersteht. Die Flamme dazwischen arbeitet das Gesicht des einen scharf heraus und lässt den anderen fast im Dunkel. Auf jedes weitere Beiwerk verzichtet Gerard van Honthorst, sodass nur die Kerze, die beiden Männer und der Streit um ein Todesurteil bleiben. Solche Nachtstücke hatte er in Italien gelernt, wo er das Licht Caravaggios studierte. Die Italiener nannten ihn dafür Gherardo delle Notti, Gerhard von den Nächten.



