
Christus wird zum Grab getragen
Details
Die Geschichte
Schwer hängt der Leib Christi im weißen Leichentuch, am Kopfende hält ein bärtiger Mann mit Turban das Tuch fest. Die Muttergottes und die heiligen Frauen bleiben im Schatten zurück, eine von ihnen verbirgt das Gesicht in den Händen. Die Galleria Borghese erkennt hinter der Komposition Raffaels Grablegung, die heute in derselben Sammlung hängt. Jenes Altarbild war in der Nacht vom 18. auf den 19. März 1608 mithilfe der Ordensbrüder aus einer Kirche in Perugia geholt und Kardinal Scipione Borghese nach Rom geschickt worden. Das tiefe Dunkel und das scharfe Streiflicht verraten dagegen den Blick auf Caravaggio, dessen Grablegung 1603 und 1604 für eine römische Kirche entstand. Das Museum datiert die Leinwand ins erste Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts und führt sie mit Fragezeichen unter Sisto Badalocchio, als zweiter Kandidat gilt Antonio Carracci. Derzeit befindet sich das Bild im Depot.