Galleria Borghese

Galleria Borghese

Rom, Italien · Website


Die Geschichte

Die Galleria Borghese wurde von einem Mann zusammengetragen, der sich fast alles nehmen konnte, was er wollte. Kardinal Scipione Borghese war der Neffe von Papst Paul V. und nutzte diese Macht, um Kunst mit einem Appetit zu sammeln, der bisweilen in schlichte Beschlagnahme überging; zwischen 1613 und 1616 errichtete er am Rand Roms eine Vorstadtvilla einzig, um die Ergebnisse zu zeigen.

Seine große Entdeckung war der junge Gian Lorenzo Bernini, und die Villa birgt noch immer die Marmorwerke, die Bernini in seinen Zwanzigern für ihn schuf. In Apoll und Daphne wird die fliehende Nymphe im Augenblick der Verwandlung in einen Lorbeerbaum gefasst, Rinde klettert an ihren Beinen empor und Blätter sprießen aus ihren Fingern, während der Gott sie erreicht. Nahebei packt sein Pluto die Proserpina, seine Finger drücken sichtbar in ihren marmornen Schenkel, und sein David windet sich mitten im Wurf, die Lippe vor Konzentration gebissen.

Die Bildersäle sind ebenso stark. Die Galerie besitzt sechs Caravaggios, mehr als jedes andere Museum, darunter den Knaben mit dem Fruchtkorb und ein kränkliches jugendliches Selbstbildnis als Bacchus, gehängt unter Decken voller barocker Fresken. Weil die Räume klein sind, erfolgt der Eintritt mit zeitlich begrenztem Ticket für jeweils zwei Stunden.

Das ganze Museum in der Tasche. MuseScope ist fast da.

Sammlung

33 Werke