
Der gekreuzigte Christus
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Die Geschichte
Das hier ist ein Stück aus einem anderen Bild. Um 1800 schnitt jemand ein kleines Rechteck aus dem oberen Rand einer Tafel von Cosmè Tura, auf der der heilige Hieronymus in der Wildnis kniet. Der gekreuzigte Christus darauf war die Erscheinung, zu der Hieronymus hinaufsah. Die National Gallery in London kaufte den Hieronymus 1867 bereits beschnitten, mit leerem Himmel an der Stelle der Vision. Das Fragment tauchte in einer Ferrareser Sammlung auf, ging an einen venezianischen Händler, und 1903 erwarb es die Brera auf Empfehlung des Kunsthistorikers Adolfo Venturi.
Es misst 22 mal 17 Zentimeter. Tura war besoldeter Hofmaler der Este in Ferrara, und auch in diesem Format bleibt seine Zeichnung hart und drahtig, der Körper gespannt und von der Seite beleuchtet. Links läuft ein Stück Fels bis an die Schnittkante und bricht ab, der letzte Rest der Landschaft, zu der die Tafel gehörte.




