
Pietà
Details
Die Geschichte
Diese Lünette bildete einst den Abschluss eines hohen Altarbilds von Cosmè Tura in der Kirche San Giorgio vor den Mauern von Ferrara, geschaffen für die Kapelle der Familie Roverella. Die Mitte, die thronende Muttergottes mit dem schlafenden Kind auf dem Schoß, befindet sich heute in der National Gallery in London. Hier oben, über dem schlafenden Säugling, hält Maria ihren Sohn ein zweites Mal, erwachsen und tot, den Körper quer über ihren Knien.
Von beiden Seiten drängen Trauernde heran. Man hat die Szene mit den in Norditalien beliebten plastischen Gruppen von Klagenden um den toten Christus verglichen, und 2020 hängte der Louvre das Bild in seine eigene Ausstellung italienischer Renaissanceskulptur von Donatello bis Michelangelo.
1709 wurde das Altarbild bei einer Explosion beschädigt und in Teilen aus der Kirche geholt. Die Lünette wanderte durch Sammlungen in Ferrara, Brescia und Mailand, bis der Marchese Campana in Rom sie kaufte. Mit seiner Sammlung erwarb sie der Louvre 1861.




