
Diego Velázquez · PD
Christus am Kreuz
Details
Die Geschichte
Um 1632, kurz nach seiner ersten Italienreise, malte der Hofmaler Velázquez in Madrid diesen gekreuzigten Christus. Anders als in vielen dramatischen Kreuzigungen jener Zeit fehlt hier alles Beiwerk: kein Volk, keine Soldaten, keine Landschaft, nur die Gestalt am Kreuz vor tiefschwarzem Grund. Christus ist bereits tot, der Kopf sinkt nach vorn, und langes Haar fällt über die eine Hälfte seines Gesichts, während die andere im Licht bleibt. Die Ruhe des Bildes wirkt fast klassisch, wie eine antike Statue. Wahrscheinlich entstand es für ein Kloster in Madrid, vor dessen Nonnen es zur stillen Betrachtung hing. An den durchbohrten Füßen sind vier Nägel gemalt, jeder einzeln, und ein dünnes Rinnsal Blut läuft am hellen Holz des Kreuzes herab.




