
Peter Paul Rubens · PD
Der sterbende Christus am Kreuz
Details
Die Geschichte
Am 23. Oktober 1942 wurde diese Tafel im besetzten Amsterdam unter Zwang an Hans Posse verkauft, den Kunsthistoriker, der für das von Hitler geplante Museum in dessen Heimatstadt Linz einkaufte. Ihr Besitzer José Vigeveno war ein jüdischer Geschäftsmann, der einst die Galerie seines Onkels, des Kunsthändlers Jacques Goudstikker, mitgeführt hatte. Vigeveno starb 1943 in Westerbork, dem Lager in den Niederlanden, über das Juden nach Osten deportiert wurden.
Im Juli 1945 stellten die Alliierten das Bild sicher und verzeichneten es in ihrem Central Collecting Point in München. Im Juli 1946 ging es per Transport zurück nach Amsterdam, an die Familie.
Rubens malte die Tafel um 1610 bis 1612. Das Museum hebt hervor, wie lebendig dieser Christus noch ist, jung und muskulös, den Blick zum Himmel gerichtet, im Augenblick vor dem Tod. Als das Bild 2012 auf der Kunstmesse in Maastricht auftauchte, kauften es Rose-Marie und Eijk van Otterloo schon in der ersten Stunde, und heute gehört es zu den Gemälden, die das Sammlerpaar dem Museum versprochen hat.




