
Christus am Kreuz
Details
Die Geschichte
Als diese kleine Tafel am 29. März 1993 im Pariser Auktionshaus Drouot aufgerufen wurde, lief sie unter dem Namen Enguerrand Quarton, eines Malers aus Nordfrankreich, der um die Mitte des 15. Jahrhunderts in Avignon arbeitete. Der Louvre machte vom staatlichen Vorkaufsrecht Gebrauch. Es erlaubt einem französischen Museum, beim Zuschlag einzutreten und das Los zum erzielten Preis zu übernehmen. Bezahlt hat der Freundeskreis des Museums, die Société des Amis du Louvre.
Im Herbst 1994 stellte der Louvre sie als Bild des Monats aus, da schon unter anderem Namen. Die Kuratoren gaben sie nun Barthélemy d'Eyck, dem Maler Renés von Anjou, der in denselben Jahrzehnten wie Quarton in der Provence tätig war. So führt das Museum sie bis heute, Quarton steht als frühere Zuschreibung daneben.
Die Tafel ist nur 25 Zentimeter hoch und erhalten ist ein Fragment. Christus hängt vor einem roten Grund mit goldenen Ranken über einem dunkelgrünen Hügel, und die Rückseite ist mit einem abstrakten Ziermuster bemalt.