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Christus am Kreuz
Details
Die Geschichte
Die Evangelien berichten, dass sich bei der Kreuzigung der Himmel verfinsterte. Rubens nimmt diese Stimmung auf, um 1615/16, und lässt den hellen Körper Christi vor dem dunklen Grund hervortreten. Ungewöhnlich ist die Haltung. Die Arme sind nicht weit ausgebreitet wie in der Tradition, der leblose Körper hat alle Spannung verloren und hängt schwer. Die Pinakothek bringt diese Wirklichkeitsnähe mit dem Interesse humanistischer Kreise an der antiken Kreuzigungspraxis in Verbindung. In Antwerpen war 1593/94 bei Plantin die Schrift De Cruce des Gelehrten Justus Lipsius erschienen, und Rubens' älterer Bruder Philipp war Lipsius' Schüler. Das Bild kam 1806 aus der kurfürstlichen Galerie in Düsseldorf nach München.




