
Albrecht Altdorfer · PD
Der Abschied Christi von seiner Mutter
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Die Geschichte
Um 1520 arbeitete Altdorfer in Regensburg an der Donau, und er wagte etwas für seine Zeit Ungewöhnliches: Er ließ die Landschaft die heilige Geschichte fast verschlucken. Zu sehen ist, wie Christus sich von seiner Mutter verabschiedet, ehe er nach Jerusalem zieht, um zu sterben. Maria ist vor Schmerz ohnmächtig geworden, die anderen Frauen halten sie. Achten Sie auf den riesigen, zerzausten Baum, der die Tafel beherrscht, und auf die Wolke, die hinter dem Bogen im Abendlicht rot aufglüht, ein leiser Nachhall des Blutes, das er vergießen wird. Die Abschiedsszene selbst steht nicht in den Evangelien. Sie stammt aus der deutschen Erbauungsliteratur und aus den Passionsspielen, wie man sie in Städten wie Augsburg aufführte. Altdorfer malte sie in Tempera auf eine hohe Holztafel von fast anderthalb Metern Höhe.




