
Albrecht Altdorfer
1480–1538 · Heiliges Römisches Reich · Deutsche Renaissance
Die Geschichte
Albrecht Altdorfer tat im frühen 16. Jahrhundert etwas, das seit der Antike fast kein europäischer Künstler mehr versucht hatte. Er malte Landschaften ganz ohne Menschen, kleine Ansichten von Wäldern und Burgen entlang der Donau, in denen die Bäume und das Licht das ganze Thema sind. Dieser Sinn für wilde Natur gab der Donauschule ihren Namen, jener losen Gruppe deutscher und österreichischer Künstler, die er rund um Regensburg anführte, die bayerische Stadt, in der er lebte und als Ratsherr wirkte.
Selbst seine bevölkerten Bilder handeln eigentlich von der Landschaft. Sein Hauptwerk, die Alexanderschlacht, 1529 gemalt, zeigt den antiken Sieg Alexanders des Großen über die Perser, doch die winzigen Heere werden von einem riesigen Panorama aus Bergen, Meer und einem lodernden Himmel verschluckt, der sich über die ganze bekannte Welt zu wölben scheint.
Altdorfer war wohlhabend und dem Gemeinwohl zugetan, und 1528 bot man ihm das Amt des Bürgermeisters von Regensburg an, das er ausschlug, um die Alexanderschlacht vollenden zu können. Auch die religiösen Umbrüche seiner Zeit erfassten ihn. Im Rat stimmte er 1519 für die Vertreibung der jüdischen Gemeinde der Stadt und radierte die mittelalterliche Synagoge kurz vor ihrem Abriss, zwei der frühesten Radierungen eines realen Bauwerks, die wir besitzen.
Werke
7 Werke
Die AlexanderschlachtAlbrecht Altdorfer, 1529
Waldlandschaft mit dem heiligen Georg im Kampf mit dem DrachenAlbrecht Altdorfer, 1510
Geburt MariäAlbrecht Altdorfer, 1520
Susanna und die beiden AltenAlbrecht Altdorfer, 1526
Der Abschied Christi von seiner MutterAlbrecht Altdorfer, 1520
Das Martyrium des heiligen FlorianAlbrecht Altdorfer, 1518
Der Abschied des heiligen FlorianAlbrecht Altdorfer, 1518