
Andrea Mantegna · PD
Die Beschneidung Jesu
Details
Die Geschichte
Es ist eine kleine Tafel, und die längste Zeit ihres Bestehens stand sie für sich allein. Mantegna malte sie um 1460, wohl für die Gonzaga, die Herren von Mantua, wo er eben Hofmaler geworden war. Erst 1827 wurde sie mit zwei weiteren seiner Tafeln zu einem Triptychon zusammengefügt, obwohl die Forschung bezweifelt, dass die drei je zusammengehören sollten. Die Beschneidung des Jesuskindes spielt in einem Tempel aus farbigem Marmor, so scharf gemalt, dass er eher gemeißelt als gemalt wirkt. Über den Figuren fügte Mantegna vergoldete Scheinreliefs mit alttestamentlichen Szenen hinzu, darunter Mose, die die Szene darunter aufgreifen. Er war Anfang dreißig und behandelte Stein, Gold und Perspektive bereits mit dem Auge eines Bildhauers.




