
Küstenszene
Details
Die Geschichte
Rund 60 Jahre hing dieses Bild unerkannt in einem englischen Landhaus. Im Dezember 1999 tauchte es bei einer Londoner Auktion auf, im März 2000 kaufte es die National Gallery, und es ist bis heute ihr einziges Werk von Théo van Rysselberghe. Die lange Vergessenheit hat es vielleicht geschützt. Die Leinwand war nie doubliert worden, also nicht auf eine zweite Leinwand geklebt, wie fast alle alten Gemälde, und nie gefirnisst, deshalb sitzen die kleinen, erhabenen Farbpunkte noch so auf der Oberfläche, wie er sie um 1892 gesetzt hat, wahrscheinlich in Südfrankreich. Zu sehen ist beinahe nichts, eine stille Bucht, eine Reihe niedriger blauer Hügel und ein paar dunkle Pfähle im Wasser. Alles ist aus Punkten in Komplementärfarben gebaut, Orangebraun neben Blau, Grün neben Rot und Rosa, und es sind die reinweißen Punkte zwischen den vielen Blautönen, die das Wasser flimmern lassen. Sein Monogramm steht unten rechts.




