
Piet Mondrian · PD
Komposition 7: Helle Farbflächen mit grauen Konturen
Details
Die Geschichte
Als Mondrian dieses Bild 1919 malte, war er gerade nach Paris zurückgekehrt. 1914 war er in die Niederlande gefahren, um seinen kranken Vater zu besuchen, dann schloss der Krieg die Grenze und hielt ihn fünf Jahre lang dort fest. Was er von dort mitbrachte, ist diese fast quadratische Leinwand von etwa 50 Zentimetern Seitenlänge, überzogen von einem lockeren Raster kleiner Rechtecke. Jedes hat einen leicht anderen Ton zwischen Weiß und blassem Grau, umrandet von dünnen grauen Linien. Farbe gibt es kaum. Das Raster geht nicht ganz auf, und so wandert der Blick immer weiter und sucht eine Mitte, die es nicht gibt. Ein, zwei Jahre später sollten aus diesen grauen Linien schwarze Balken werden und die blassen Flächen sich mit reinem Rot, Gelb und Blau füllen. Hier sind die Linien noch grau, und der kräftigste Farbton im ganzen Bild ist ein etwas wärmeres Weiß.




