
Piet Mondrian · PD
Komposition mit Blau, Gelb und Rot
Details
Die Geschichte
Am Abend des 12. März 1927 hing diese Leinwand in Paris in einer Ausstellung der Hollandsche Schildersvereeniging, eines Vereins der dort lebenden niederländischen Maler. Im Mai schickte Mondrian sie mit drei weiteren Bildern an die Kunstausstellung Kühl in Dresden. In einem Brief von 1928 erwähnt er, er habe eines seiner Bilder aus dem Vorjahr an eine deutsche Bildhauerin verkauft, die mit einer Empfehlung von Sophie Küppers, der Sammlerin aus Hannover, und dem russischen Künstler El Lissitzky zu ihm gekommen sei. Der Mondrian-Forscher Joop Joosten hat dieses Bild vorsichtig mit dem Bostoner gleichgesetzt. 1929 war es in Frankfurt zu sehen, auf einer Ausstellung über den modernen Stuhl im Kunstgewerbemuseum.
Gebaut ist es so, wie Mondrian damals baute, weiße Rechtecke, von Schwarz eingefasst, dazu kleinere Felder in Rot, Gelb und Blau. Hier gibt es zwei Weiß, die sich fein voneinander unterscheiden.
Nach dem Krieg wanderte das Bild durch New Yorker Sammlungen, 1949 wurde es für eine Mondrian-Ausstellung in der Galerie des Händlers Sidney Janis ausgeliehen, die es 1980 selbst besaß. 2009 schenkten es Janis' Sohn Conrad und dessen Frau Maria dem Museum of Fine Arts. Es war das erste Gemälde Mondrians in der Sammlung.




