
Gentile da Fabriano · PD
Krönung Mariä
Details
Die Geschichte
Um 1420 war Gentile da Fabriano der gefragteste Maler Italiens für genau solche prunkvollen, goldüberzogenen Bilder. Diese Tafel war nicht dazu gemacht, still an einer Wand zu hängen. Sie war die Vorderseite eines beidseitig bemalten Prozessionsbanners, das eine Bruderschaft an Festtagen durch die Straßen von Fabriano trug, mit dem heiligen Franziskus, der die Wundmale empfängt, auf der Rückseite, heute in Parma. Vorn wird die Jungfrau zur Himmelskönigin gekrönt, und Gentile hat den Goldgrund so ziseliert und punziert, dass er das Licht auffängt wie geschlagenes Metall, musizierende Engel zu beiden Seiten. In einer Prozession bei Kerzenschein emporgehoben, muss die ganze Fläche geflimmert und geglänzt haben.




