
Kreuzigung
Details
Die Geschichte
Um 1400 war Florenz voller Werkstätten, die die Manier Giottos am Leben hielten, der damals schon rund 60 Jahre tot war, und Niccolò di Pietro Gerini war einer der geschäftigsten unter diesen Malern. Diese figurenreiche Kreuzigung entstand nicht für eine Kirche, sondern für das private Gebet in einem Haus. Christus hängt zwischen der trauernden Maria und dem heiligen Johannes, und um das Kreuz herum eilen kleine Engel herbei, um das aus den Wunden strömende Blut in Schalen aufzufangen, ein eindringliches, fast verzweifeltes Detail, das den Blick auf sein Leiden festhalten soll. Der dunkle Hintergrund, den man heute sieht, ist eine spätere Übermalung. Darunter leuchtete die Tafel einst im Goldgrund, wie er für ihre Zeit üblich war.