
Paolo Veronese · PD
Kreuzigung
Details
Die Geschichte
Der Kölner Bankier Everhard Jabach war einer der großen Sammler im Paris seiner Zeit, und durch seine Hände ging auch diese Kreuzigung. 1660 hing sie noch in Venedig bei einem Sammler namens Garzoni, 1662 verkaufte Jabach sie an Ludwig XIV. Veronese hat die drei Kreuze an den linken Bildrand gedrängt und schräg zueinander gestellt. Die halbe Leinwand gehört einem schweren, wolkigen Himmel über einer fernen Stadt. Unter dem Kreuz sinkt die Muttergottes ohnmächtig in die Arme der Frauen, daneben steht eine Gestalt, von Kopf bis Fuß in Gelb gehüllt. Man hat in ihr Maria Magdalena gesehen oder eine Personifikation der Synagoge. Der Kunsthistoriker Carlo Corsato hält sie für eine der anderen Marien und meint, das Bild sei für einen Blick von rechts angelegt, von wo sie das Auge von Maria hinauf zu Christus führt.




