Gäste im Gespräch in einer Schenke

Gäste im Gespräch in einer Schenke


Details

Jahr
1671
Technik
Öl auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
44,5 × 37,5 cm

Die Geschichte

Adriaen van Ostade hat diese Tafel 1671 signiert und datiert, und ihr Weg im 20. Jahrhundert lässt sich an den Akten des Zweiten Weltkriegs ablesen. In den 1930er Jahren gehörte sie zum Bestand von Paul Graupe, einem jüdischen Kunsthändler mit einer Galerie in Paris. Als Graupe aus Frankreich floh, bat er seinen Geschäftspartner Arthur Goldschmidt, zu retten, was zu retten war, und im Februar 1941 verkaufte Goldschmidt den Ostade an Karl Haberstock, einen Berliner Händler, der für Hitler einkaufte. Das Bild wurde für das in Linz geplante Führermuseum bestimmt, 1945 von den Alliierten sichergestellt und nach Frankreich zurückgegeben. Da niemand Anspruch erhob, ließ der französische Staat es 1951 versteigern. 1992 kauften es die Bostoner Sammler Susan und Matthew Weatherbie, und 2023 einigten sie sich nach sechs Jahren Forschung und Verhandlungen mit den Erben beider Händler und behielten das Bild. In der Schenke beugt sich ein Mann in braunem Rock über zwei sitzende Zecher, der eine hebt ein kleines Glas, der andere hält eine lange Tonpfeife, und hinten am Fenster arbeitet eine Frau. Heute hängt die Tafel in Boston, als zugesagte Schenkung der Weatherbies an das Museum.

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