
Titian · PD
Danaë
Details
Die Geschichte
Um 1560 war Tizian ein alter Mann in Venedig, und sein mächtigster Auftraggeber saß in Madrid: der junge, streng katholische König Philipp II. von Spanien. Für ihn malte Tizian eine Reihe mythologischer Bilder nach Ovid, die er selbst poesie nannte, sinnliche Szenen mit weitgehend freier Hand. Diese Danaë gehört dazu. Zeus naht der eingesperrten Königstochter als Goldregen, und rechts fängt eine alte Dienerin die niederfallenden Münzen in einem Tuch. Ihr gieriger Griff steht neben der ruhigen, hingegebenen Danaë. Welche der erhaltenen Fassungen Philipp wirklich bekam, streiten die Forscher bis heute. Diese im Prado gilt vielen als die lockerer und freier gemalte.




