
Edvard Munch · PD
Daniel Jacobson
Details
Die Geschichte
Gemalt hat Munch das als Patient. Im Herbst 1908 brach er in Kopenhagen zusammen und ließ sich in die private Nervenklinik von Daniel Jacobson einweisen, einem dänischen Arzt, der ihn mit Ruhe, Diät und Elektrotherapie behandelte und ihn weiterarbeiten ließ. Etwa acht Monate blieb er dort. Der Dargestellte ist also sein eigener Arzt, gemalt auf dessen Station, und groß gemalt. Die Leinwand ist über zwei Meter hoch, Jacobson füllt sie stehend aus, die Hände in die Hüften gestemmt, in harten Rot- und Blautönen. In dieser Klinik erreichte Munch die Nachricht, dass Norwegen ihn zum Ritter des Sankt-Olav-Ordens ernannt hatte und dass die Nationalgalerie in Kristiania, wie Oslo damals hieß, seine Bilder ankaufte. Im Frühjahr 1909 verließ er die Klinik und ging endgültig nach Norwegen zurück.




