
Dänische Parklandschaft mit Villa
Details
Die Geschichte
Im Versteigerungsprotokoll vom Juli 1941 heißt das Bild nur „Landschaft von Leistikow“. In Berlin kam damals das eingelagerte Umzugsgut von Ella Lewenz unter den Hammer, der Tochter des Dresdner Bankiers Georg Arnhold. Als Jüdin verfolgt, war sie 1938 in die USA geflohen, und die Gestapo ließ ihre zurückgelassene Habe zu Geld machen. Das Gemälde brachte 430 Reichsmark. Im Februar 1944 kaufte die Österreichische Galerie, das heutige Belvedere, dasselbe Bild beim Kunsthändler Wolfgang Gurlitt für 8500 Reichsmark. Dass es sich um dieses Werk handelt, belegt unter anderem eine alte Innenaufnahme aus Arnholds Haus. 2011 empfahl der österreichische Kunstrückgabebeirat die Rückgabe an die Erben von Ella Lewenz. Die Prüfung der Erbfolge ist laut Museum noch nicht abgeschlossen. Zu sehen ist ein dänischer Park mit einer weißen Villa auf einer grünen Anhöhe, eingefasst von zwei dunklen Baummassen in Rot und Braun.