
Franz Marc · PD
Reh im Blumengarten
Details
Die Geschichte
1950 kaufte die Kunsthalle Bremen dieses Bild mit Geld der Stadt. Das Haus trug damals noch die Schäden einer Brandbombe, die es 1942 getroffen hatte. Franz Marc hat das Reh 1913 gemalt, und auf den ersten Blick geht es ganz in den kristallinen Facetten des Gartens auf. Der zarte Leib und der geschwungene Hals nehmen die runden Formen von Blüten und Blättern auf. Ruhig ist das Tier trotzdem nicht. Oben im Bild hat es den dunkelblauen Kopf sichernd nach hinten geworfen, und die Kunsthalle beschreibt es als gehetzt. Von der Seite stößt ein spitzer roter Keil in den Körper, und die rot-orangen Stellen daneben lassen an blutende Wunden denken. Deshalb stellt das Museum das Reh in die Bildtradition des Agnus Dei, des geopferten Gotteslamms. Signiert hat Marc unten rechts mit einem einzigen M.




