
Anthony van Dyck · PD
Kreuzabnahme
Details
Die Geschichte
Van Dyck war ungefähr 20, als dieses Bild in Antwerpen entstand, wo er als Mitarbeiter von Rubens arbeitete. Es ist sein zweiter Anlauf auf ein Thema, das er wenige Jahre zuvor schon gemalt hatte, in einer Fassung, die heute in München hängt und um 1615 datiert wird. Aus diesen Antwerpener Jahren trägt kaum ein großes Historienbild ein Datum, deshalb schreibt das Ashmolean Museum vorsichtig um 1619 und belässt es dabei. Verändert hat sich beim zweiten Mal das Gewicht. Der Körper Christi zieht die gesamte untere Bildhälfte nach unten, und das Blut ist nicht weggeräumt. Als der Prado 2012 das Frühwerk zusammentrug, gehörte diese Leinwand zu den Beispielen dafür, wie weit der junge Maler ging. Unten liegt zwischen den Nägeln und der Dornenkrone die Tafel vom Kreuz, beschriftet auf Hebräisch, Griechisch und Lateinisch, wie es im Johannesevangelium steht. 1869 kam das Bild als Geschenk von Charles Maude nach Oxford.




