
Jl FilpoC · CC-BY-SA-4.0
Diana und Kallisto
Details
Die Geschichte
Zwei Gemälde Tizians mit der Göttin Diana, zwischen 1556 und 1559 für Philipp II. entstanden, gehörten anderthalb Jahrhunderte lang zum spanischen Königsbesitz. 1704 verschenkte Philipp V. beide an den französischen Botschafter, und sie verließen das Land für immer. Heute teilen sich Museen in London und Edinburgh das Paar. Diese Leinwand ist die Madrider Kopie, um 1650 gemalt, als die Originale noch in den königlichen Palästen hingen und die Hofmaler sie aus der Nähe studieren konnten. Sie wiederholt die Szene in etwa halber Größe: Diana erhebt sich am Bad und deutet auf Kallisto, der die übrigen Nymphen das Gewand herunterziehen, sodass die verborgene Schwangerschaft sichtbar wird. Die Untersuchung von Leinwand und Pigmenten weist das Bild einer spanischen Werkstatt des 17. Jahrhunderts zu, und der Prado führt es unter Mazos Namen. Vor dem Museum hing es im Buen Retiro und danach 31 Jahre in der Madrider Akademie San Fernando.




