Schöpfgefäß mit kämpfenden Tieren

Schöpfgefäß mit kämpfenden Tieren


Details

Künstler
Tityos-Maler
Technik
Ton, etruskisch schwarzfigurig (pontische Gruppe), kugeliges Schöpfgefäß mit einem senkrechten und einem waagerechten Henkel
Gattung
Vase

Die Geschichte

Im Jahr 480 v. Chr., so berichtet Herodot, kamen nachts Löwen herab und fielen über das Heer des Perserkönigs Xerxes her, als es durch Nordgriechenland zog. Sie rissen nur die Kamele des Trosses. In jenem Winkel Griechenlands lebten damals noch Löwen, in Etrurien nicht. Der Maler dieses Schöpfgefäßes, der eine Generation früher, um 520 bis 510 v. Chr., in Vulci arbeitete, kannte sie wohl nur von Bildern auf eingeführten Gegenständen und widmete ihnen trotzdem einen ganzen Fries.

Rund um den Körper reißen ein Panther und drei Löwen einen Hirsch und einen Stier. Weiter unten laufen Hirsche und Hirschkühe hintereinander her, und über dem waagerechten Henkel hält ein Raubvogel eine Schlange. Das Museumsschild nennt das Gefäß attingitoio, ein Schöpfgefäß, mit dem man den Wein aus dem Mischgefäß holte. Anders als der Teller desselben Malers mit seinem Dämon und seiner Sage zeigt es keine einzige menschliche Gestalt.

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