Disput über die Menschwerdung

Disput über die Menschwerdung


Details

Jahr
1515
Technik
Öl
Maße
438 × 290 cm

Die Geschichte

Drei Jahre lang konnte man in Brera bei der Restaurierung zusehen. Die Tafel ist über vier Meter hoch, ein Transport in die Werkstatt kam nicht in Frage, also arbeiteten die Restauratoren im Saal, vor den Besuchern. Unter dem vergilbten Firnis kamen die Farben zum Vorschein, die Girolamo Genga tatsächlich aufgetragen hatte, dazu die Spuren des Durchpausens, mit dem er seinen Karton auf das Holz übertragen hatte. Geändert hat sich auch der Name des Bildes. Über Generationen lief es als Disput über die Unbefleckte Empfängnis. Die Kunsthistorikerin Corinna Gallori las es 2024 neu, vor dem Hintergrund der Theologie jener Augustiner, die es 1513 bestellt hatten, und seither streiten die Kirchenlehrer im unteren Bildfeld über die Menschwerdung Christi. Gemalt wurde das Retabel für den Hochaltar von Sant'Agostino in Cesena; 1809 kam es mit den napoleonischen Einziehungen nach Mailand.

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