
Die mystische Vermählung der heiligen Katharina
Details
Die Geschichte
Die Braut auf diesem Bild trägt vielleicht ein wirkliches Gesicht. In der heiligen Katharina von Alexandrien erkennt das Museum die markanten Züge von Sulpizia Petrucci, geboren 1489, Tochter Pandolfo Petruccis, der Siena als Stadtherr regiert hatte, und Frau von Sigismondo Chigi, dem Bruder des römischen Bankiers Agostino Chigi und Gesandten Sienas in Rom. Genga kannte diese Familie gut. Um 1509 hatte er im Palast Pandolfos in Siena Fresken gemalt. Auf dieser Tafel aus den 1520er-Jahren besiegelt Maria die mystische Vermählung ihres Sohnes mit Katharina, indem sie das Handgelenk der jungen Frau umfasst, und Katharina von Siena sowie der Prediger Bernhardin schauen zu. Im Hintergrund sind Elisabeth und Zacharias mit dem kleinen Johannes gerade durch die Tür getreten und bringen zwei Tauben als Gabe. Das Museum nennt ihre Anwesenheit ungewöhnlich und sieht darin eine Betonung der Ehe, die den Anlass des Auftrags erklären könnte. Den geschnitzten Rahmen schuf Lorenzo Tori aus Siena, und die Inventare der Chigi verzeichnen das Bild 1644.

