
Ruhender Hund
Details
Die Geschichte
Ein kleiner weißer Hund hat sich auf einem Wandbord zum Schlafen eingerollt, die Nase eingezogen, die Augen nicht ganz geschlossen. Er liegt an einem schlichten Tonkrug mit angeschlagenem Deckel, einem Bündel bemooster Zweige, einem Weidenkorb und einem einzelnen Pantoffel. Gerrit Dou malte ihn 1650 in Leiden auf eine Holztafel von etwa 16 mal 22 Zentimetern, kleiner als ein Briefbogen, und gab dem Fell, der feuchten Nase und den ledrigen Ballen dieselbe Genauigkeit wie dem Glanz auf dem Krug. Als 1780 in Leiden die Sammlung von Johan Pompe van Meerdervoort versteigert wurde, brachte die Tafel 800 Gulden. 1816 in Rotterdam und 1817 in Amsterdam wechselte sie erneut den Besitzer, jedes Mal etwas teurer, und 1865, bei der Pariser Versteigerung aus der Familie der niederländischen Barone van Brienen, erzielte sie 22.000 Francs. Das Wachssiegel der van Brienen sitzt noch auf der Rückseite. Eijk und Rose-Marie van Otterloo, Sammler in Marblehead in Massachusetts, erwarben die Tafel 2005 und haben sie dem Museum of Fine Arts als künftige Schenkung zugesagt.




